Spielerinnen­­portrait

Lena Plesiutschnig

..wie alles begann

Schon in meiner Kindheit hatte ich einen außerordentlichen Bewegungsdrang, den ich damals mit den unterschiedlichsten Sportarten kompensierte. Skifahren und Fußballspielen gehörten zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Oft zum Leidwesen meiner Eltern, denn immer wieder einmal ging beim Fußballspielen mit meinem Bruder im Garten der eine oder andere Gegenstand zu Bruch.

Lena Plesiutschnig 07

Schulbeachcup 2008

VON DER HALLE AUF DEN SAND

Nachdem ich viele Sportarten ausprobiert hatte, fing ich durch das Vorbild meines Bruders, mit ca. 12 Jahren an, Hallenvolleyball beim Verein ATSE – Graz zu spielen.
Sehr zur Freude meiner Trainer, da ich damals für mein Alter schon sehr groß und trotzdem flink auf den Beinen war. 

Ein paar Jahre später lernte ich meine mittlerweile langjährige Partnerin Kathi im Hallenvolleyball- Nationalteam kennen.
Kurz darauf erhielten wir beide die Chance im Beachvolleyball Nationalteam zu spielen. 

Und von da an ging plötzlich alles sehr schnell.

Lena_Plesiutschnig_Hallenvolleyball_Graz

TSV- Hartberg 2011

Die ersten Erfolge

2011 schafften wir zum ersten Mal den Einzug in das Weltmeisterschaftsfinale und holten uns die Silbermedaille bei der U19 WM. Im gleichen Jahr durften wir uns nach einem unglaublichen Turnier in Tel Aviv im Alter von nur 17 Jahren U20 Europameisterinnen nennen.

Das waren unglaubliche Momente, die ich nie vergessen werde. Ab diesem Zeitpunkt wollten wir es auch in der allgemeinen Klasse nach oben schaffen.

Zwei Jahre später freuten wir uns über eine Bronzemedaille bei der U21- Weltmeisterschaft. Im Jahr 2015 schafften wir in der allgemeinen Klasse den zweiten Platz bei den Europaspielen und auch auf der World Tour waren wir fleißig unterwegs.

Lena_Plesiutschnig_03

U19- Weltmeisterschaft 2011

Lena_Plesiutschnig_04

Trainingslager Gandia 2019

Mein Trainingsalltag

Nach der Matura entschieden Kathi und ich, gemeinsam nach Wien zu ziehen, um am Nationalteam – Stützpunkt bestmöglich und ganzjährig trainieren zu können.

Dort absolvieren wir unsere täglichen Trainingseinheiten am Sand und in der Kraftkammer. Physiotherapie, Mentaltraining und Öffentlichkeitsarbeit stehen zusätzlich regelmäßig am Plan. Während den Wintermonaten versuchen wir so oft es geht in den Süden zu reisen, um dort bei Wind und Sonne mit internationalen Teams unter optimalen Bedingungen trainieren zu können.

Die Beachvolleyball- Saison geht meist von April bis September. In diesen Monaten sind wir fast durchgehend auf Tour.

Lena Plesiutschnig 05

Trainingslager Teneriffa 2019

Sonstige Facts

Beachvolleyball ist für mich der coolste Sport. Die Komplexität, die Emotionen, die Stimmung am Court sowie die technischen und taktischen Feinheiten machen diesen Sport einzigartig. 

Als Team verbringt man sehr viel Zeit miteinander, daher ist es für mich sehr wichtig, dass die Chemie im Team nicht nur am Court stimmig ist. 

Aus diesem Grund bin ich sehr happy, Kathi an meiner Seite zu haben und mit ihr um die Welt zu reisen, um an den verschiedensten Orten und Stränden der Welt immer wieder aufs Neue unser bestmögliches Beachvolleyball zu zeigen.

Lena Plesiutschnig 06

1* Baden OPEN 2019

Ziele für die kommende Saison

Nachdem wir unser großes Ziel, die Qualifikation für die olympischen Spiele 2020 um einen Platz nicht geschafft haben ist der Ansporn umso größer, es gemeinsam 2024 nach Paris zu schaffen.
Wir haben eine gute Ausgangslage, wir befinden uns momentan auf Platz 19 der Weltrangliste. Im nächsten Jahr warten die Weltmeisterschaft und die Europameisterschaft als Highlight auf uns. Dafür wollen wir uns bestmöglich vorbereiten und uns als Team und individuell steigern.
Darüber hinaus ist es unser Ziel in der kommenden Saison eine optimale Ausgangslage für die bevorstehende Olympiaqualifikation zu schaffen, welche im Herbst 2022 beginnt.
Ich bin davon überzeugt, dass unser Team noch sehr viel Potential hat und wir unsere Ziele mit harter Arbeit erreichen werden.

 

Lena Plesiutschnig – November 2021